Vorstandswechsel bei der Kirchseeoner Markt-Feuerwehr
Hans Mazurek hört nach 21 Jahren auf

Kirchseeon – Die Wahl eines neuen ersten und zweiten Vorstandes sowie der Bericht des Kommandanten über das Ableisten von fast 3.000 Stunden für den aktiven Feuerwehrdienst waren die herausragenden Ereignisse in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Markt Kirchseeon.
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Hans Mazurek(r.) mit seinem Nachfolger Reinhold Schätz(l.)
und Bürgermeister Udo Ockel
Zu der mit Spannung erwarteten Versammlung konnte der scheidende Vorstand Hans Mazurek neben knapp 50 aktiven und passiven Mitgliedern auch Bürgermeister Udo Ockel und Kreisbrandmeister Florian Geisler begrüßen.
Diese lauschten u.a. aufmerksam dem Kassenbericht von Franz Demmel, der an diesem Tag auf sein 30-jähriges Jubiläum als Kassier blicken konnte. Es ist sicher noch nicht oft passiert, dass in der Geschichte einer Feuerwehr die Vereinskasse ganze 60 Jahre von nur zwei Kameraden, Franz Demmel und davor Martin Baumann, geführt wurde.
Insgesamt zu 62 Einsätzen wurde die Markt-Feuerwehr im Jahr 2016 gerufen. Bemerkenswert war dabei die Zunahme an Brandeinsätzen, die sich aber meist in der Entstehungsphase befanden und somit rasch unter Kontrolle zu bringen waren. Kommandant Bernhard Hunscha führte diese Entwicklung auch auf die zunehmende Anzahl an Rauchmeldern zurück. Zu den eigenartigen, weil bisher ungeklärten, Einsätzen gehörte das mittlerweile mehrmalige Ausrücken zu einem Mehrfamilienwohnhaus in Eglharting. Dagegen waren die Einsätze im Altenheim wegen eines angebrannten Toasts oder der Brand eines Bienenhauses im Kirchseeoner Moos doch weniger gefährlich. Der letzte große Einsatz des Jahres war am Gebäude der Fa. Ammer in Zorneding zu bewältigen. Aber auch technische Hilfeleistungen gehören zum Tagesgeschäft der Feuerwehr. Egal ob ein Kuhstall unter Wasser stand, ob eine Person sich nach einem Sturz in einen Bach verletzt hatte oder ob ein Hubschrauberlandeplatz auszuleuchten war, die Kirchseeoner Kameraden verrichteten umsichtig ihren freiwilligen Dienst und das unabhängig von der Tageszeit.
Zufrieden konnte Hunscha über zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen der Mannschaft berichten. Insbesondere die jungen Feuerwehrler leisteten großen Einsatz beim Absolvieren der mobilen Truppmann-Ausbildung (MTA). Die positive Entwicklung der jugendlichen Feuerwehrleute, aber auch die Aussicht auf das mittlerweile genehmigte, neue Feuerwehrfahrzeug lassen Kommandant Hunscha, aber auch die gesamte Feuerwehrtruppe optimistisch in die Zukunft schauen. Gerade die Ausbildung der Jugendlichen war in der Wehr in den letzten Jahren bei Jugendwart Matthias Sprung in sehr guten Händen. Durch eine neue berufliche Herausforderung musste Sprung sein Amt aber kurzfristig abgeben. Mit Anton Wittmann und seiner Stellvertreterin Lydia Lauber stehen aber bereits die neuen Ausbilder für die Jugend zur Verfügung.
Mit einem bewegenden Rückblick beendete Vorstand Hans Mazurek seine 21-jährige Amtszeit. Er dankte der gesamten Mannschaft für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit, die er nun wegen seines Wegzugs aus Kirchseeon beenden musste. Bürgermeister Udo Ockel hatte Mazurek schon beim Neujahrsempfang geehrt und bescheinigte ihm erneut einen „großen Anteil beim Zusammenhalt des Feuerwehr-Vereins und einen sehr positiven Beitrag für das Ortsleben“. Mit den Worten „wenn man am Zenit ist, sollte man aufhören“, versuchte er Mazurek ein wenig zu trösten. Bei der anschließenden Wahl wurde der bisherige Vorstandvertreter Reinhold Schätz als einziger Kandidat mit großem Zuspruch neuer erster Vorstand. Zu seinem Stellvertreter wählte die Mannschaft Daniel Kliesch, der neu in die Vorstandschaft aufgenommen wurde. Christian Stöhr als Schriftführer und Franz Demmel als Kassier wurden in ihren Ämtern jeweils bestätigt.
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(v.l.) Reinhold Schätz (1. Vorstand), Daniel Kliesch (2. Vorstand), Christian Stöhr (Schriftführer), Franz Demmel (Kassier),
Bernhard Hunscha (1. Kommandant), Christian Ortmaier (2. Kommandant)
 
Strahlende Gesichter gab es auch, als Kassier Demmel von der Spende einer Kirchseeoner Bürgerin berichten konnte, die im Verwendungszweck „danke, dass ihr für uns da seid“ geschrieben hatte.
 
   
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